Vegan auf Reisen in Gent


Ich: „Ich fahr übrigens nächste Woche nach Gent.“
Er: „Wie? Ist das nicht in der Schweiz? Ich dachte, du fährst nach Belgien.“
Ich: „Ich fahr ja auch nach Gent und nicht nach Genf. Und Gent liegt in Belgien.“

So, oder so ähnlich liefen einige Gespräche ab, wenn ich erzählte, dass ich nach Gent fahre oder gerade aus Gent komme. Irgendwie ist Gent nicht in den Köpfen präsent. In meinem war Gent auch nicht vorhanden, bis meine Mama entschieden hat, dass wir dort auf dem Rückweg aus Frankreich zwei Tage genau dort verbringen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an dich, Mama! Denn Gent ist super. Und zwar besonders für alle, die folgendes lieben:

  • Eine wunderschöne Altstadt
  • Städte, durch die ein oder mehrere Flüsse fließen
  • Studentenstädte mit hippen Bars und Cafes
  • Junge und moderne Kultur

Genau das als bietet Gent und noch viel mehr. Gent ist mit seinen ca. 250.000 Einwohnern recht überschaubar, was ich bei Städetrips als super angenehm empfinde. Man kann alles fußläufig erreichen und hat nicht das Gefühl zu viel Zeit von A nach B zu brauchen. Man ist einfach entspannt und man kann das Flair und die Atmosphäre einer Stadt richtig genießen.

Zudem ist Gent eine echte Studentenstadt mit über 40.000 Studenten und das merkt man auch am kulturellen Angebot und den ganzen hippen Cafés und Restaurants. Ich liebe es Straßen entlang zu schlendern und schöne Cafés und Restaurants zu entdecken, die ganz unterschiedlich sind. Manche richtig urig und ein bisschen heruntergekommen, aber gerade deshalb so charmant. Andere wiederum mit Konzept und Kreativität durchgestylt und man könnte meinen, dass die Location geradewegs aus einer Zeitschrift entsprungen ist. Ich mag beides. Und von beidem gab es in Gent einiges zu sehen.

Besonders beeindruckt hat mich auch die moderne Aufmachung der Tourist Information in Gent. Die Homepage ist super gut gelungen und auch der kleine kostenlose Stadtführer ist echt ansprechend. Er listet u.a. Orte auf, die besonders „instagramable“ sind oder welche mit Straßenkunst oder an denen die Zeit innehält. Also falls ihr jetzt nach Gent fahren wollt, dann holt euch den auf jeden Fall!

Natürlich bietet Gent auch eine große Auswahl an Lokalen für Veganer und als Inspiration hier die beiden Locations, die ich besucht habe:

O’Yo Gent (O’Yo auf Facebook)

O’Yo Gent ist einfach echt schön eingerichtet. Hip und modern aber trotzdem total gemütlich. Mit einer Backsteinwand, Holzmöbeln, viel Licht und Pflanzen und mit richtig viel Liebe. So mag ich es! Es ist ein rein veganes Café und es gibt sehr gesunde Gerichte und Snacks, die alle super „instagramable“ sind, wie man so schön sagt JWenn man richtig ausgehungert ist, dann sollte man hier vielleicht nicht herkommen. Aber wenn man auf der Suche nach einer gesunden Mahlzeit in einem entspannten Ambiente ist, dann ist das der „Place to be“.

Faja Lobi (Faja Lobo auf Foursquare)

Das Faja Lobi haben wir zufällig entdeckt. Es ist einer dieser Orte, die so richtig urig und authentisch wirken. Das Mobiliar ist ein wenig heruntergekommen und bunt zusammengewürfelt. Und die Deko hat schon einige Jahre überdauert. Auch beim Geschirr ist jeder Teller ein Einzelstück und nicht mehr ganz unversehrt. Aber irgendwie haben diese Lokale doch einen Charme, der sich schwer leugnen lässt. Er sprüht eine Ruhe und eine Lässigkeit aus, der man nicht widerstehen kann und derer man ein Teil werden will. Man ist wie man ist, ganz unverstellt und echt und trotzdem oder gerade deswegen einfach cool.

Und das Beste: Auf der Speisekarte wurden wir informiert, dass die Gewinne des Restaurants in ein Aufforstungsprogramm im Kongo fließen und gegen die Bodenerosion vor Ort wirken.

Die Küche besteht hauptsächlich aus afrikanisch, kreolischen Curries, deren Namen ich noch nie gehört habe. Für mich ein Abenteuer neue, unbekannte Gewürze zu erschmecken. Auf der Speisekarte stehen sowohl omnivore Gerichte, aber auch einige vegane Optionen. Meine Getränkeauswahl viel auf den Ferm Kombucha, der fast ungesüßt und dadurch eher säuerlich war. Perfekt für alle, die süße Getränke nicht so mögen.



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